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Emulsion (Halogenfreie Bearbeitungsemulsion, Bohr- & Schleifemulsionen)

Eine Emulsion ist ein Gemisch aus meist zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten, bei der die eine Flüssigkeit in Form kleiner Tröpfchen in der anderen verteilt ist. Einige Emulsionen, die in der Industrie verwendet werden, wie die halogenfreie Bearbeitungsemulsion, fallen unter den Abfallschlüssel 12 01 09* und sind somit ein gefährlicher Abfall oder Sonderabfall. Die halogenfreie Bearbeitungsemulsion wird unter anderem als Reinigungsmittel eingesetzt, um beispielsweise geschmierte Rohgussteile von Produktionsrückständen wie Metallspänen, Ölen und Fetten zu säubern. Als gefährlicher Abfall gelten auch Bohr- und Schleifemulsionen aus der Metallverarbeitung und Gießereien. Da diese Flüssigkeiten stark verschmutzt sind, müssen sie abgeholt und anschließend entsorgt werden.

Wassermischbare und nicht wassermischbare Stoffe

Emulsionen werden häufig bei der Metallbearbeitung von Metallen und bei der Produktion von chemischen Produkten eingesetzt. Die verschiedenen Bearbeitungs- und Fertigungsverfahren, wie das Bohren, Schneiden, Sägen oder Stanzen von Metallen, erfordern unterschiedliche Arten von Kühlschmierstoffen sowie Bohr- und Schneideöle, die in wassermischbare und nicht wassermischbare Stoffe eingeteilt werden.

Bei wassermischbaren Varianten steht die kühlende Wirkung des Wassers im Vordergrund. Dem Wasser wird Öl zugesetzt, um eine Schmierung zu erreichen und zusätzlich ein Emulgator, damit sich Wasser und Öl vermischen können. Nicht wassermischbare Kühlschmierstoffe werden vor allem für die Schmierung eingesetzt. Durch die verringerte Reibung wird weniger Wärme an dem Werkstück entwickelt. Bohr- und Schneidöle sind typische Produkte. Sowohl wassermischbare als auch nicht wassermischbare Bearbeitungsöle enthalten zusätzlich Additive zur Sicherstellung bestimmter chemischer und physikalischer Eigenschaften, beispielsweise für eine bessere Schmierung oder um Korrosion, Schaumbildung oder eine Keimbildung zu verhindern.

Ein Kühlschmiermittel oder Kühlschmierstoff hat die Aufgabe der Wärmeabfuhr und vermindert durch Schmierung die Reibung zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück. Kühlschmiermittel sollen die Wärme möglichst schnell von der Wirkstelle entfernen, damit sich das Gefüge an den Rändern der Werkzeuge und Werkstoffe nicht verändert. Eine gute Kühlung ist auch positiv für die Bearbeitungsgenauigkeit. Bei der Zerspanung hat ein Kühlschmiermittel die zusätzliche Aufgabe, Späne abzuspülen.

Umweltverträgliche Entsorgung von Schleif- und Bohr-Emulsion

Ein verbrauchter Kühlschmierstoff sowie eine Schleif- und Bohr-Emulsion sind Sonderabfall und müssen fach- und umweltgerecht entsorgt werden. Sicherheitsdatenblätter der Lieferanten und Hersteller geben Auskunft darüber, wie die einzelnen Stoffe korrekt entsorgt werden. Ihre Entsorgung ist ausschließlich die Aufgabe von zugelassenen Fachbetrieben.

Für die Entsorgung müssen die Abfallstoffe getrennt gesammelt und gelagert werden. Die Lager müssen technischen Regeln genügend, die sicherstellen, dass die Umwelt nicht gefährdet wird. Um zu verhindern, dass auslaufende Stoffe keine Gefährdung darstellen, stehen die Sammelbehälter entweder auf Auffangwannen oder sie sind doppelwandig.

Ein gängiger Weg des Recyclings sind bei größeren zu entsorgenden Mengen chemisch-physikalische Verfahren. Die einzelnen Flüssigkeiten der Emulsionen werden in den modernen chemisch-physikalischen Behandlungsanlagen separiert, zum Beispiel in Wasser und Öl. So lässt sich etwa durch Säurespaltung oder Ultrafiltration die Öl- von der Wasserphase abtrennen. Die separierten und gereinigten Stoffe können anschließend umweltverträglich verwertet oder beseitigt werden. Das zurückgewonnene Brauchwasser – Schmierstoffemulsionen bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser – kann in die Kanalisation abgeleitet werden. Neben den chemisch-physikalischen Methoden gibt es noch weitere Verfahren, um Emulsionen zu behandeln wie etwa die thermische Behandlung.

Vorrang vor der Abfallbeseitigung hat aber deren Vermeidung. Die Standzeit von Kühlschmierstoffen kann zum Beispiel durch eine gezielte Pflege wesentlich verlängert werden. Nützlich sind auch Filter bzw. Ölabscheider, um Fremdstoffe wie Späne und Abrieb bzw. Fremdöl zu entfernen. Nicht wassermischbare Kühlmittel können aus der umgebenden Umwelt Wasser aufnehmen, das sich absetzen und zu Betriebsstörungen führen kann. Auch das kann die Standzeiten verkürzen.

Vertrauen Sie auf unsere jahrelange Erfahrung und Know-how. Wir sorgen für eine umweltfreundliche Lösung bei der Entsorgung von Emulsionen. Egal, ob Bohr-, Schleif- oder Bearbeitungsemulsionen. Unsere Experten stehen Ihnen zur Verfügung, um Ihnen bei allen Fragen zu helfen.

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